By Markus Rudolf on April 24, 2010 1:20 PM
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Für unseren heutigen Ausflug nach Rottnest Island haben wir
den Camper für einmal nicht benötigt. Stattdessen sind wir Fähre und vor allem
Velo gefahren.
Der etwas seltsame Name der Insel (Rottnest Island) stammt von
holländischen Forschern, die Australien bereits im 17. Jahrhundert erkundet
haben. Auf Rottnest Island ist ihnen dabei eine Tierart begegnet, die sie
irrtümlich als Ratten identifizierten. Daher nannten sie die Insel Rottnest,
was nichts anderes heisst als Rattennest. Bei der vorgefundenen Tierart
handelte es sich aber um Quokas, die zu den Wallabies zählen.
Ein weitergehendes Interesse an Australien hatten die Holländer im übrigen nie. Daher haben sie hier auch nie Kollonien errichtet.
Rottnest Island ist autofrei. Lediglich Busse dürfen sich auf
der Insel bewegen. Somit nimmt man entweder einen dieser Busse, um die Insel zu
erkunden, oder - und das ist die bessere Alternative - man mietet ein Velo.
Damit kann man die Insel sehr bequem befahren.
Die folgenden Bilder zeigen die Landschaft von Rottnest Island
und dokumentieren damit unseren letzten Ausflug während unserer
Australienreise.
Dies, liebe Leserinnen und Leser, ist unser letzter Blogbeitrag.
Wir bedanken uns bei allen für das positive Feedback, das wir immer wieder
entgegen nehmen durften. Morgen geben wir den Camper wieder zurück. Mit den
beiden Fahrzeugen haben wir 9'600 km ohne Zwischenfälle auf Australiens
Strassen zurückgelegt. Am Montag früh am Morgen treten wir nun unsere Heimreise
in Richtung der Schweiz an. Dorthin nehmen wir fast unendlich viele, durchwegs positive Eindrücke von Australien mit.
By Markus Rudolf on April 23, 2010 11:21 AM
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Heute sind wir von Banbury nach Fremantle gefahren. Somit ist unsere Rundreise in Westaustralien nun schon beinahe abgeschlossen.
Bei Rockingham bietet sich nochmals ein schöner Blick auf den
Indischen Ozean.
Fremantle wurde als Hafen von Perth gebaut, denn die westaustralische
Hauptstadt liegt nicht direkt am Meer, sondern am Swan River. Heute sind beide
Orte (und noch einige weitere) direkt miteinander verbunden. Dennoch konnte
Fremantle einiges an Eigenständigkeit bewahren. Herausragendes Element sind die
gut erhaltenen Gebäude aus der Gründerzeit. Das hat aber einen ganz bestimmten
Grund. 1987 fand hier nämlich der America's Cup statt (ja, genau der, den
Alinghi nun verloren hat). Aus diesem Grund wurde Fremantle herausgeputzt und
vieles restauriert. Davon profitiert die Stadt auch heute noch, wie die
folgenden Aufnahmen zeigen.
Das Bahnhofsgebäude
Ein weiteres vorbildlich restauriertes Gebäude
Fremantle Markets
Sail & Anchor
Der Yachthafen von Fremantle
Morgen steht zum Abschluss noch ein Besuch von Rottnest Island auf dem Programm, worüber wir dann im wohl letzten Blogbeitrag unserer Reise berichten werden.
Eine Information zu unserer
Heimreise
Ursprünglich hatten wir geplant einen Stopover in Bangkok einzulegen, um
diese Stadt ebenfalls noch zu besuchen. Bereits nach den ersten heftigen
Ausschreitungen mit mehreren Toten haben wir uns aber entschlossen, diesen
Zwischenstopp nicht mehr durchzuführen, sondern direkt in die Schweiz zu
fliegen. Da seit heute auch das EDA von Reisen nach Bangkok abrät, ist das die
richtige Entscheidung gewesen. Bangkok benutzen wir nun nur noch als
Transitstation, weil unsere Qantas-Maschine dort landet, um für den Weiterflug
nach London aufzutanken. Transits erachtet auch das EDA weiterhin als möglich.
Glücklicherweise haben wir diese Umbuchung vor dem Vulkanausbruch vorgenommen,
denn momentan wäre dies nicht mehr möglich. Qantas hat beispielsweise einen
Backlog von gestrandeten Passagieren von mehreren Wochen und benötigt jeden freien Platz. Wenn also mit unserer
Rückreise alles wie geplant klappt, werden wir am 27. April wieder in der Schweiz
sein.
By Markus Rudolf on April 22, 2010 10:24 AM
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Langsam sind wir in nordöstlicher Richtung auf dem Rückweg
nach Perth. Heute sind wir den Abschnitt zwischen Yallingup und Bunbury
gefahren.
Am Strand von Yallingup gegenüber unserem gestrigen Caravan Park könnte der Sonnenuntergang beobachtet
werden, wenn das Wetter mitspielen würde. Das war leider gestern Abend nicht
der Fall. Aber sehenswert ist die Küste auf jeden Fall.
Nördlich von Yallingup befindet sich das Cape Naturaliste. Hier
kann man im australischen Frühling Wale beobachten und während des ganzen
Jahres Delphine. Auch wir konnten heute einige sichten.
Der Sugarlove Rock befindet sich ebenfalls in dieser Gegend.
In Busselton befindet sich die längste Jetty der südlichen
Hemisphäre. Dieser Steg ragt über 2 km ins Meer und wurde ursprünglich als
Hafenanlage genutzt. Heute dient er mehreren Freizeitaktivitäten. So gibt es
beispielsweise am Ende ein Unterwasseraquarium. Leider aber wird die Jetty
derzeit umfassend renoviert und ist daher - bis auf ein kleines Stück -
geschlossen.
In Bunbury übernachten wir heute. Dies ist bereits wieder ein
recht grosser Ort. Man merkt, dass wir langsam Perth näherkommen. Ansonsten war
der durch uns bereiste Teil von Westaustralien nur sehr schwach besiedelt.
Als Besonderheit hat Bunbury ein Mangroven-Ökosystem zu
bieten. Dabei handelt es sich um salzresistente Gewächse, die eigentlich primär
in Tropengebieten vorkommen. Die Mangroven von Bunbury sind denn auch die
südlichsten.
By Markus Rudolf on April 21, 2010 11:26 AM
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Je kleiner die Orte, desto besser der Mobilempfang. Auf jeden
Fall sieht es diesbezüglich heute sehr gut aus, so dass wir wieder einen etwas
längeren Blogbeitrag liefern können.
Heute hatten wir mit etwa 100 km vermutlich die kürzeste
Distanz unserer Fahrten zurückzulegen. Die Reise ging von Augusta nach
Yallingup. Es gab aber einige interessante Abstecher.
Was sich gestern und heute alles zugetragen hat, findet Ihr nachstehend:
Erdbeben in
Kalgoorlie
Dass es in Westaustralien durchaus Erdbeben geben kann, haben
wir anhand von Meckering in einem früheren Blogbeitrag dargestellt. Meckering
liegt auf dem Weg nach Kalgoorlie, und nun hat es diese Stadt erwischt. Gestern
Morgen hat sich in Kalgoorlie ein Erdbeben der Stärke 5 auf der Richterskala
ereignet. Es gab glücklicherweise nur zwei leichtverletzte Personen, aber an den
Gebäuden ist teilweise beträchtlicher Schaden entstanden. Vor allem einige alte
Gebäude der Gründerzeit sind relativ stark betroffen und müssen gemäss
Medienberichten eventuell sogar abgerissen werden.
Cape d'Entrecasteaux
Cape d'Entrecasteaux heisst beim Ort "Windy Harbour" ein Küstenabschnitt zwischen Walpole und
Augusta. Hier gibt es wieder einmal spektakuläre Brandungen und eindrückliche
Klippen zu bewundern.
Die
Feuerwache
Waldbrände sind in Australien schnell einmal eine schlimme
Sache, daher ist es wichtig, dass möglichst frühzeitig ein Feuer erkannt wird,
damit sofort gehandelt werden kann. In früherer Zeit, als es noch keine
Helikopter gab, wurden dazu Feuerwachen auf hohen Bäumen eingerichtet, hier als Beispiel der Gloucester Tree bei Pemberton.
Der Zugang zu diesen Ausgucken erfolgt dabei über eine mehr
als abenteuerliche „Treppe".
Heute sind diese ehemaligen Feuerwachen eine
Touristenattraktion und können bestiegen werden. Wer nun aber Bilder von oben
erwartet, den müssen wir leider enttäuschen. Uns war der Aufstieg auf 60m Höhe doch etwas zu
gefährlich.
Augusta -
Wo sich Ozeane treffen
Der kleine Ort Augusta und auch unser gestriger Caravan Park liegen an einem schönen See. Auf diesem tummeln sich durchaus fotogene Pelikane.
Auf dem Caravan Park gibt es zudem diverse Enten.
Südlich von Augusta befindet sich der Ort, wo sich der
Southern Ocean und der Indische Ozean treffen. Offenbar sind das nicht nur zwei
Namen. Es gibt aufgrund unterschiedlicher Strömungen tatsächlich eine klare
Grenze zwischen den beiden Ozeanen.
Jewel Cave
Die Juwel Cave ist die grösste
Höhle in Westaustralien und kann im Rahmen einer geführten Tour besichtigt
werden. Entdeckt wurde sie in den 1950er Jahren und bietet viele aufregende
Stalagmiten (wachsen von oben nach unten) und Stalaktiten (wachsen von unten
nach oben).
Hier wächst sogar eine Wurzel nach unten.
Dieses Gebilde wird als Kamel bezeichnet.
Canal Rocks
Etwa fünf Fahrminuten von unserem Caravan Park in Yallingup
befinden sich die Canal Rocks. Auch hier ist die Brandung sehr beeindruckend.
Aktuelle
Flugsituation
Seit gestern hat sich einiges positiv verändert. Die
wichtigsten europäischen Flughäfen in Frankfurt und London sind wieder
geöffnet. Heute hat zudem Qantas bekanntgegeben, dass der Flugbetrieb mit
Europa ab sofort wieder aufgenommen wird. Unsere Flüge sind bei Qantas
weiterhin „confirmed", so dass im Moment davon ausgegangen werden kann, dass
wir kommende Woche wie geplant in die Schweiz zurückkehren können. Hoffen wir,
dass Vulkan und Wetter auf unserer Seite sind.
By Markus Rudolf on April 20, 2010 11:00 AM
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Unsere heutige Fahrt ging von Walpole nach Augusta.
Aufgrund des sehr schwachen Mobileempfangs - wir befinden uns
zwar an einem sehr schönen See, aber offenbar in einem Empfangsloch - können
wir leider heute keine Bilder liefern. Der Upload dauert extrem lange und bricht leider immer wieder
ab. Wir hoffen, morgen wieder besseren Empfang zu haben und liefern dann Text und
Bilder nach.
Da wir via London zurück in die Schweiz fiegen und dort eine Öffnung der Flughäfen aufgrund einer neuen Aschewolke weiterhin ungewiss ist, wird es spannend, ob wir unsere Heimreise pünklich antreten können. Wir sind aber mit Reisebüro und Versicherung laufend in Kontakt.
By Markus Rudolf on April 19, 2010 12:06 PM
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Die heutige Reise ging von Albany nach Walpole.
Erstes Ziel war der Torndirrup National Park, nur wenige Kilometer südlich von Albany. Dieser Park wird
jährlich von über 250'000 Menschen besucht. Der Park bietet einerseits sehr
schöne Strände, wie beispielsweise der Strand bei Salmon Holes.
Anderseits gibt es auch einige
interessante Fels- und Gesteinsformationen zu besichtigen. Zu nennen wären da
beispielsweise „The Gap" (oberes Bild) oder „The Natural Bridge" (unteres
Bild).
Ebenfalls einen Besuch wert ist die
Albany Windfarm. Mit dieser Anlage von 12 Windturbinen wird Strom für 15'000 Haushalte
produziert.
Die weitere Reise führte dann zu
den Giants. Dabei handelt es sich um eine bis zu 40 Meter hoch werdende
Eukalyptusart. Das spezielle ist die Art und Weise, wie diese Bäume erkundet
werden können. Es gibt einen bis zu 40 Meter über Boden verlaufenden Tree
Top Walk, der über solche Stege führt.
Von dieser Höhe kann man die
Baumwipfel sehr gut beobachten.
Aber auch am Boden sind die Bäume
interessant. Viele neigen dazu, im Stamm richtige Höhlen auszubilden.
Unser heutiger Caravan Park
befindet sich in Walpole an einem sogenannten Inlet, in welchem auch Pelikane leben. Dieses ist von unserem
Platz sehr schnell erreichbar und lädt trotz eher kühler Wassertemperatur auch zum Schwimmen ein.
By Markus Rudolf on April 18, 2010 2:18 PM
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Heute fuhren wir über fast 500 km am 120. östlichen Längengrad vorbei nach Albany.
Der 120.
östliche Längengrad ist speziell erwähnenwert, denn hier befindet sich der sogenannte Zeitmeridian für Westaustralien. Das bedeutet, dass genau hier die korrekte Zeit GMT+8 gemessen werden kann. GMT+8 ist die in ganz Westaustralien gültige Zeit. (Hinweis: Anstelle von GMT (Greenwich Mean Time) wird heute eher von UTC (Univeral Time Coordinated) gesprochen). Auf einem Rastplatz erinnert ein Monolith an den 120. Längengrad.
Die Stadt Albany ist die älteste westaustralische Besiedelung. Von Sydney her wurde die Gegend mit dem Schiff Brig Amity erkundet und eine Stadt (zunächst als Strafkolonie) gegründet. Eine Replik dieses Schiffs kann besichtigt werden.
Albany verfügt über mehrere Erhebungen, die einen guten Überblick über die Stadt ermöglichen.
Im Zentrum haben sich eine Gebäude aus der Gründerzeit (wie z.B. die Town Hall) erhalten.
By Markus Rudolf on April 17, 2010 9:25 AM
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Heute
haben wir die Gegend rund um Esperance erkundet. Dazu bietet sich einerseits der "Great Ocean Drive" (eine 40 km lange Rundstrecke) an. Es gibt an der Strecke sehr viele Haltemöglichkeiten - wie beispielsweise der Rotary Lookout - wo man einen guten Überblick über die Esperance Bay erhält.
Immer wieder ergeben sich wunderbare Blicke auf den Strand bei Esperance. Der Sand ist hier praktisch schneeweiss.
Etwas spezielles ist (bzw. wäre) der Pink Lake. Dieser Salzsee verfärbt sich aufgrund der darin vorkommenden Algen bei heissen Temperaturen. Heute war es leider etwas zu kühl, darum präsentierte sich der See als normaler Salzsee.
Man muss sich die Färbung aber so vorstellen, wie auf diesem Bild aus dem Internet.
Rund um Esperance gibt es auch einige Nationalparks. Wir haben den Cape Le Grand National Park besucht. Die folgenden Bilder stammen von dort.
Die praktisch komplette Sperrung des europäischen Luftraums wegen den Aschewolken des isländischen Vulkans ist auch hier ein sehr grosses Medienthema. Die nationale Fluglinie Qantas hat vorderhand sämtliche Flüge nach Europa gestrichen. Auch wir machen uns schon einige Gedanken darüber, was denn sein würde, falls auch am 26./27.4. der Luftraum immer noch geschlossen sein sollte. Gewisse Abklärungen mit unserer Reiseversicherung haben wir bereits gestartet, falls wir in Sydney unplanmässig noch weitere Hotelübernachtungen benötigen würden.
Wir halten Euch auf jeden Fall über die uns betreffende weitere Entwicklung auf dem Laufenden.
By Markus Rudolf on April 16, 2010 10:42 AM
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Unsere heutige Reise führte uns vom Goldfields Outback über
fast 400 km zurück an die Küste nach Esperance. Auch diese Küstengegend wird
als Outback bezeichnet und nennt sich „Esperance & Coast".
Bei der Ortschaft Kambalda gibt es einen sehr besuchenswerten
Lookout. Von dort hat man einen äusserst guten Überblick über den riesigen
Salzsee in dieser Region sowie die auch hier vorhandenen Minen.
In Norseman - weiter südlich - können in einem Kreisel Kamele
aus Eisen betrachtet werden. Das ganze hat einen geschichtlichen Hintergrund,
denn vor Eisenbahn und Auto führte hier eine der australischen Kamelkaravanen
vorbei. Als man die Kamele nicht mehr brauchte, hat man sie einfach alle
freigelassen. Wie viele andere eingeführte Tierarten haben sie sich prächtig
vermehrt und teilweise bereits zu einer Plage entwickelt. Darum gibt es heute in Australien - als einzigem Land auf der Welt - wilde
Kamele. Diese haben sich zu einem Verkaufsschlager in die arabischen Länder
entwickelt, wo sie gerne als Rennkamele verwendet werden.
In Esperance haben wir wieder die Küste erreicht und unser
heutiger Caravan-Park befindet sich fast direkt am Meer.
Begibt man sich ans Meer, dann macht man sofortBekanntschaft mit Sammy. Das ist ein hier „wohnhafter"
Seelöwe.
Die Gegend von Esperance hat einige Nationalparks anzubieten,
die wir morgen erkunden wollen.
By Markus Rudolf on April 15, 2010 11:05 AM
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Bereits gestern sind wir von Southern Cross via Coolgardie
nach Kalgoorlie gelangt.
In Coolgardie ist der Goldrausch schon lange vorbei, und die
Stadt ist nur noch ein Schatten ihrer selbst. Ein lohnenswertes Museum zeigt die
Geschichte von Stadt und Goldrausch.
In Kalgoorlie ist der Goldrausch und damit die Goldförderung
noch voll im Gange. Während früher Gold hauptsächlich bergmännisch (d.h. in
Stollen) gefördert wurde, wird hier im grossen Stil im Tagbau gearbeitet. Seit Ende der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts ist die Super Pit entstanden - im Wesentlichen
ein riesiges Loch in der Erde, wo das Gestein für die Goldextraktion abgebaut
wird.
Mit riesigen Lastwagen wird das Gestein zur Weiterverarbeitung
befördert. Dabei muss man wissen, dass die Ausbeute sehr gering ist: Aus einer
Tonne Gestein, lassen sich etwa 2 Gramm Gold herausholen. Das Geschäft scheint
aber dennoch lohnenswert zu sein.
Die Grösse der Lastwagen, bzw. der Räder und der Bagger ist auf den folgenden
Bildern sichtbar.
Kalgoorlie hat mit der Miner's Hall of Fame auch ein
Freilichtmuseum zur Goldförderung anzubieten.
Es gibt hier originale Bauwerke zu besichtigen. Ausserdem gibt
es Führungen durch stillgelegte Förderstollen, und die Herstellung von Goldbarren wird
gezeigt.
An der Hauptstrasse von Kalgoorlie gibt es einige schön
restaurierte Gebäude aus der Gründerzeit, d.h. 1890er Jahre. Das obere Bild zeigt das York Hotel und das untere das Exchange Hotel.
Kalgoorlie ist aber eine Stadt mit einem Ablaufdatum. Die
Vorräte in der Super Pit sind bekannt und reichen noch bis ca. ins Jahr 2021.
Danach wird die Förderung hier eingestellt, und wenn nicht in der Nähe ein
neues Goldfeld erschlossen werden kann, dann dürfte Kalgoorlie das gleiche
Schicksal ereilen wie das eingangs erwähnte Coolgardie. Dann gäbe es im
australischen Outback eine weitere Geisterstadt.